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Kurzarbeit im Maschinen- und Anlagenbau in der Corona Krise – jetzt die Potenziale voll ausschöpfen

Maschinen- und Anlagenbau Kurzarbeit

Kurzarbeit im Maschinen- und Anlagenbau – weiterhin das Mittel der Wahl!

Nachdem die Kurzarbeit nach dem Höchststand im ersten Corona-Lockdown wieder zurückgegangen ist, steigen die Zahlen im neuerlichen Lockdown wieder an. Gerade im Maschinen- und Anlagenbau hat die Verunsicherung und Investitionszurückhaltung der Kundenbranchen teilweise zu einem drastischen Rückgang des Auftragseingangs geführt, der bei vielen Unternehmen bereits zu einer massiven Unterauslastung führt. Deshalb bleibt Kurzarbeit im Maschinen- und Anlagenbau das Mittel der Wahl.

Die besonderen Anforderungen im Maschinen- und Anlagenbau

Unterschiedliche gut laufende Geschäftsbereiche, die aber auf die gleichen betrieblichen Ressourcen zurückgreifen, verursachen eine stark unterschiedliche Auslastung in den Abteilungen bis hinunter zu häufig sehr spezialisierten Arbeitsplätzen. Terminanforderungen und die typischen Terminverschiebungen erschweren die Personaldisposition durch teilweise extrem kurzfristige Änderungen des Personalbedarfs. Und letztendlich müssen die Maßnahmen von den betroffenen Mitarbeitern irgendwie verstanden und mitgetragen werden, damit sie engagiert bleiben und Qualität und Termintreue nicht baden gehen.

Kurzarbeit erfolgreich umsetzen erfordert pragmatische Ansätze und vor allem intensive Kommunikation

Zeitwirtschafts- und ERP-Systeme sind für die aktuelle Sondersituation häufig nicht ausgelegt. Daher muss zunächst mit einfachen, „händischen“, Mitteln Transparenz über den Umfang von Leerlauf und Leerkosten geschaffen werden. Auf Basis der Daten unterschiedlichsten EDV-Systemen schaffen wir selbst aus Exporten oder Standard-Schnittstellen einfache EDV-Instrumente, die Personalbedarf und -angebot einfach und übersichtlich darstellen und die Auslastungssituation mit verständlichen Zahlen darstellen. Damit ist aber nur der erste Schritt getan. Der wichtigste Erfolgsfaktor besteht darin, die Bereitschaft der Mitarbeiter zur konstruktiven Mitwirkung zu gewinnen, damit Kurzarbeit bestmöglich umgesetzt werden kann. Entscheidend hierfür ist die regelmäßige und offene Kommunikation seitens der Geschäftsführung über und mit allen Führungskräften. Dies gilt umso mehr, da nicht an allen Arbeitsplätzen die Bemessung so einfach ist wie z. B. an Bearbeitungszentren.

Ein pragmatischer Ansatz zur Personaldisposition, der erstmal wieder zu einer Vollauslastung der anwesenden Mitarbeiter führt, ist ein konkret spürbares Ergebnis und schafft Verständnis für die Notwendigkeit der Maßnahmen. Damit ist die Herausforderung von weiterhin nicht planbaren Bedarfsspitzen zur Verhinderung von Termin- und Qualitätsproblemen noch nicht bewältigt. In dieser Situation ist das Engagement und die Flexibilität auch der Mitarbeiter, die notgedrungen Kurzarbeit machen, unbedingt nötig. Das Vertrauen in die Geschäftsführung ist die wichtigste Voraussetzung, um insbesondere bei Know-How- und Leistungsträgern dieses Engagement einzuwerben.

Regelmäßige Kommunikation der positiven wirtschaftlichen Perspektiven und das vertrauensvolle Einbinden des Betriebsrats sind die Basis für eine optimale Nutzung der Potenziale und eine Reduzierung der Folgen der Corona-Krise für das Unternehmen.

Auch in der Administration muss die Sonderaufgabe bewältigt werden

Vom Antrag bis zur Erstattung müssen auch alle administrativen und Lohnbuchhaltungsprozesse sachgerecht ausgeführt werden und der arbeitsrechtliche Rahmen beachtet werden. Zusammen mit den Spezialisten von Warth & Klein Grant Thornton bieten wir für alle Ihre Fragen und operativen Herausforderungen Antwort und Unterstützung.

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Ihre Ansprechpartner: Dr. Armin Bratz und Dr. Kai Warschkow